Judith Eiblmayr

Architektin, Architekturpublizistin und freie Kuratorin

Programmpunkt: See und Mensch: Kulturlandschaften und Ufernutzungen am Attersee

Liebe Frau Eiblmayr, wenn Sie eine Abkühlung suchen: Welcher Ort am Wasser, Badesee oder Badeplatz ist in Österreich Ihre erste Wahl? Was macht diesen Ort für Sie persönlich besonders?

„Ich lebe in Wien und so ist die Donau meine erste Wahl für eine erholsame Abkühlung: die Untere Alte Donau bei den öffentlichen Stegen – oder auch privat –, der Donaustrom in Kritzendorf oder an der oberen Donauinsel, wo man sich beinahe wie an einem Strand in Kroatien fühlt. Und natürlich der Donaukanal: Seit 2020 bin ich aktives Mitglied des Schwimmvereins Donaukanal. Ich wohne in der Nähe und kann mich bei 38 °C in der Stadt schnell abkühlen.“

Wasser und insbesondere Seen spielen auch in Ihrem Arbeitsalltag eine zentrale Rolle. Können Sie uns einen kurzen Einblick geben, wie dieser Bezug konkret aussieht?

„Ich bin gerne am (und im) Wasser und baue gerne mit Bezug zum Wasser. Daraus hat sich wohl auch ergeben, dass ich gerne über Orte am Wasser schreibe – etwa über den Attersee, den Donaukanal oder Bad Gastein.“

Welche brennenden Fragen und Themen bringen Sie zur Österreichischen Seenkonferenz 2026 mit? Welche werden Sie in Ihrem Beitrag behandeln und worüber möchten Sie mit den anderen Teilnehmer:innen ins Gespräch kommen?

„Da die Konferenz in Weyregg stattfindet, möchte ich einen kurzen Abriss über die Kultur- und Nutzungsgeschichte der Atterseeregion geben. Ein „brennendes Thema“ wird die zunehmende Hitze sein und die Frage, wie in Zukunft mehr Menschen den Attersee zur Abkühlung nutzen können. Es wird notwendig sein, mehr öffentliche Seezugänge zu schaffen und die zunehmende Bebauung in Ufernähe sowie die weitere Verbauung der Ufer hintanzuhalten.“

Kurzbiografie:

Judith Eiblmayr: ist Architektin, Architekturpublizistin und freie Kuratorin. Sie studierte Architektur an der TU Wien und der University of Michigan, USA, und promovierte an der TU Wien. Sie ist seit vielen Jahren als Kritikerin für Fachzeitschriften und Die Presse zu den Themen Architektur, Städtebau, Kulturgeschichte und Design tätig. Neben zahlreichen Bauprojekten verfasst sie Textbeiträge, kuratiert Ausstellungen und publiziert zu architektur- und kulturhistorischen Themen.

(c) Irene Schanda & Judith Eiblmayr

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