Österreichische Seenkonferenz (ÖSeeK)

Österreichs Seen zählen zu den wertvollsten Natur- und Kulturlandschaften des Landes. Sie sind Lebensräume für Tiere und Pflanzen, wichtige Erholungsräume für die Bevölkerung, touristische Anziehungspunkte, baukulturell prägende Orte und zunehmend auch sensible Infrastrukturen im Klimawandel. Gleichzeitig stehen viele Seeregionen unter hohem Druck: durch private Uferaneignung, steigende Bodenpreise, Zweitwohnsitze, Verkehr, Eventisierung, touristische Nutzungen, harte Uferverbauungen, ökologische Belastungen und die zunehmende Überlastung der wenigen öffentlich zugänglichen Bereiche. Seeregionen stehen dabei oftmals vor sehr ähnlichen Herausforderungen. Eine überregionale, bundesweite Plattform kann beitragen, Wissen, Informationen und Erfahrungen auszutauschen und Verantwortliche und Betroffene zusammen zu bringen.

Was ist die ÖSeeK?
Die ÖSeeK, Österreichische Seenkonferenz, versteht sich als österreichweit unabhängig agierende Wissens-, Dialog- und Vernetzungsplattform. Sie besteht aus mehreren Bausteinen:

Biennale Seenkonferenz und Dialogformate
Alle zwei Jahre findet die bundesweite Österreichische Seenkonferenz in wechselnden Seenregionen und mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten statt. Die Konferenz bringt Fachleute, Verwaltungsmitarbeiter*innen, Entscheidungsträger*innen, Gemeinden, Initiativen und regionale Akteur*innen zusammen. Sie schafft Raum für Vorträge, Dialog- und Diskussionsformate und Exkursionen. Ziel ist es, fachliche Perspektiven auf konkrete Orte, regionale Erfahrungen und Fragestellungen zu werfen, Erfahrungen zu teilen, Konflikte offen zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Wissensplattform
Die Onlineplattform dient als laufend wachsender Wissensspeicher. Sie sammelt Informationen über gute Beispiele, rechtliche und planerische Grundlagen, Projektdokumentationen, Literatur, Karten, Interviews und Ergebnisse der bisherigen Seenkonferenzen. Ziel ist es, Wissen dauerhaft verfügbar zu machen.

Wissenstransfer und Handlungsempfehlungen
ÖSeeK bereitet Erkenntnisse aus Forschung, Praxis und Dialogformaten so auf, dass sie für Gemeinden, Regionen, Verwaltung, Politik und Planung anwendbar werden. Dazu können zukünftig Executive Summaries, Leitfäden, Good-Practice-Sammlungen, Argumentarien und Handlungsempfehlungen gehören.

Vermittlungs- und Beratungsangebote
Langfristig soll ÖSeeK auch konkrete Vermittlungs- und Beratungsformate für Seengemeinden und Regionen anbieten – etwa Workshops, Fachinputs, Prozessbegleitungen, Präsentationen oder kompakte Informationsformate. Dies geschieht unter Beiziehung unseres umfassenden Fachnetzwerks aus Expert*innen und Planer*innen. Damit soll fachliches Wissen dort ankommen, wo Entscheidungen über Ufer, Seezugänge, Mobilität, Freiräume und bauliche Entwicklungen getroffen werden.

Unsere Themen
ÖSeeK widmet sich den zentralen Zukunftsfragen österreichischer Seenlandschaften. Dazu zählen insbesondere:

  • öffentliche Zugänglichkeit zu Seen und Ufern
  • Seeuferwege, Badeplätze, Promenaden und freie Seezugänge
  • naturnahe Ufergestaltung, Rückbau und Renaturierung
  • Baukultur, Ortsentwicklung und Gestaltung in Seeregionen
  • das Recht auf Natur und Erholung
  • blaue Infrastruktur, Klimawandel und Erholung
  • Mobilität, Verkehrsbelastung und saisonale Nutzungsdynamiken
  • Zweitwohnsitze, Bodenpreise, Gentrifizierung und Gemeinwohlfragen
  • rechtliche Grundlagen, Planungsinstrumente und Fördermodelle
  • Gewässerökologie, Wasserwirtschaft und Biodiversität
  • gute Praxis aus Österreich und darüber hinaus

Unser Ansatz verfolgt nicht nur das Auflösen von Gegensätzen wie Nutzung oder Schutz, privat oder öffentlich, Tourismus oder Naturschutz. ÖSeeK möchte differenzierte, fachlich fundierte und umsetzbare Lösungen fördern – im Dialog mit Seenregionen, Ländern und den Bundesbehörden.

Für wen?
Die ÖSeeK richtet sich an alle, die an der Zukunft österreichischer Seenlandschaften arbeiten oder davon betroffen sind: Gemeinden und Seeregionen, Planer*innen, Gewässerökolog*innen, Vertreter*innen aus Wasserwirtschaft, Verwaltung, Politik, Tourismus, Forschung, Bildungseinrichtungen, zivilgesellschaftliche Initiativen, Uferschutzverbänden sowie an Grundeigentümer*innen und interessierte Bürger*innen.

Die Plattform soll Brücken bauen zwischen Fachwissen und Entscheidungspraxis, zwischen lokalen Erfahrungen und überregionalen Strategien, zwischen ökologischen Anforderungen und gestalterischen Möglichkeiten.

Wer steht hinter ÖSeeK?
ÖSeeK wird von der ÖGLA | Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur getragen und durch das wachsende ÖSeeK Netzwerk weiterentwickelt. Als Fachgesellschaft bringt die ÖGLA Expertise, Vermittlungskompetenz und ein breites Netzwerk aus Planung, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis ein. Die Landschaftsplanung arbeitet an der Schnittstelle von Ökologie und Gesellschaft, Gestaltung und Nutzung, öffentlichem und privatem Raum, Natur und Infrastruktur. ÖSeeK versteht diese Schnittstelle als Ausgangspunkt für einen offenen, interdisziplinären Dialog zur nachhaltigen Entwicklung der Seenregionen.

Ein wissenschaftliches Advisory Board sowie regionale und überregionale Kooperationspartner*innen unterstützen die inhaltliche Entwicklung der Plattform und der Konferenzen.

Unser Ziel
Die ÖSeeK wurde im 2026 ins Leben gerufen. Seither versuchen wir mit der Online Plattform und der Seenkonferenz dazu beitragen, dass Österreichs Seenlandschaften zukunftsfähig, zugänglich, ökologisch intakt und baukulturell qualitätsvoll weiterentwickelt werden. Aus einzelnen Seenkonferenzen und Dialogveranstaltungen soll ein dauerhaftes Netzwerk entstehen – für Gemeinden, Regionen, Fachleute, engagierte Initiativen und alle, die sich für die Zukunft unserer Seen engagieren.


Anmeldung
ÖSEEK 2026

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PGZ Weyregg
Wachtbergstraße 6
4852 Weyregg am Attersee

› ANFAHRT

24.09. – 25.09.2026

2 Konferenztage mit spannenden Beiträgen, Exkursionen und Dialogformaten.

› Programm

Gestaffelte Tagungsbeiträge
10% Early Bird Ermäßigung
bei Anmeldung bis 15.06.2026

› Tarife