Der Leitfaden beschreibt die hydromorphologische Zustandserhebung von Seen und ermöglicht eine einheitliche Erhebung, Bewertung und Darstellung der Ergebnisse. Ziel ist es, den Zustand der Seen einzuordnen und Handlungsbedarf zu erkennen.
In Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL; Europäische Kommission 2000) ist neben der Bearbeitung der biologischen und physikalisch-chemischen Verhältnisse auch eine Erfassung und Beurteilung der Hydromorphologie erforderlich. Um die Anforderungen der WRRL zu erfüllen, wurde im Auftrag des Bundesministeriums Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz Regionen und Wasserwirtschaft eine konforme Methode entwickelt.
Der neue Leitfaden beschreibt die gesamte Methodik der Bewertung und ermöglicht eine einheitliche Erhebung, Bewertung und Darstellung der Ergebnisse. Die Bewertung erfolgt in fünf Stufen von naturnah bis stark verändert für folgende Bewertungsparameter:
- Uferstruktur
- Landnutzung im Umland
- Vegetation im Eulitoral und im Umland
- Verbau/Einbauten
- Hydrologie
Die Methodik wurde an ausgewählten österreichischen Seen erfolgreich angewandt und der morphologische und hydrologische Zustand der Seen bewertet. Alle weiteren Seen sollen schrittweise im Rahmen der regulären Gewässerzustandserhebung untersucht werden.
Die systematische Erfassung des hydromorphologischen Zustands liefert eine unverzichtbare Datengrundlage für die Risikoabschätzung und Ursachenermittlung bei ökologischen Problemen, die Planung gezielter Sanierungsmaßnahmen und die Entwicklung von Schutz- und Nutzungskonzepten.
Weiterführende Informationen
Informationen zu den einzelnen bereits ausgewerteten Seen werden auf Anfrage vom BMLUK zugeschickt (Bestellungen per E-Mail unter abt-42@bmluk.gv.at):
- Achensee
- Attersee
- Faaker See
- Fuschlsee
- Längsee
- Lunzer See
- Millstätter See
- Mondsee
- Ossiacher See
- Pressegger See
- Traunsee
- Walchsee
- Wolfgangsee
- Weißensee
- Wörthersee
Text: BMLIK
Titelbild: systema Bio- und Management Consulting GmbH / Sascha Pall


